Dienstag, 15. Dezember 2015

Warum hören Männer auf, Ihre Väter zu umarmen? (Sponsored Post)



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Hände schütteln unter Erwachsenen, 
wer kennt es nicht?
Der Vater streckt dem Sohn unter dem Christbaum seine
Hand entgegen, als ginge er ein Geschäftsverhältnis ein, 
dabei wollen beide eigentlich nur ihre Zuneigung 
zueinander ausdrücken.

Im Kindesalter umarmen Väter ihre Söhne, 
reißen sie an sich, werfen sie umher. 
Die kleinen Jungs werden gelobt, gedrückt 
und gestreichelt. Zart geküsst. Dann, irgendwann, 
vielleicht in der Pubertät hört es auf.
Warum?


(Nein, das ist kein Junge mit pinker Mütze. Das ist Ella mit Papa. 
Als ehrliche Bloggerin habe ich davon abgesehen, 
meine Tochter als Kerl zu verkleiden, um ein authentisches Posting zu kreieren.
 Hier geht es um Herz, das darf auch zwischen Vater und Tochter passieren. 
Sollte ich aus Versehen Spuren von fremden Personen veröffentlicht haben, 
schreibt mir doch eine Email, ich streue dann Kunstschnee darüber,
 um diese unkenntlich zu machen.)


Peinlich? Vielleicht. 
Auch die Pubertät endet allerdings irgendwann
 und danach realisiert der Teenager, das Wärme
 und Nähe das Einzige ist, das uns Menschen 
verbindet und glücklich macht. 
Nicht alle realisieren das allerdings, manche verlieren sich 
daraufhin im Job, zwischen Zahlen. 
Mit Zahlen meine ich Geld. 
Geld ist notwendig, ersetzt aber meiner Meinung 
nach keinerlei Zuneigung.

In meiner Kindheit gab es diese Wärme und Nähe, 
wenn auch zwischen Vater und Tochter. 


(Mein Vater und ich in Maintal -Bischofsheim, 1980 könnte das gewesen sein..
.Ich bin sehr dankbar für dieses Bild, weil es meine glückliche Kindheit widerspiegelt 
und eines meiner einzigen Bilder ist, die er mir ließ.)

Mein Vater stand mir, wenn ich krank war, 
sogar näher als meine Mutter. 
Ich erinnere mich noch gut an seine Toastbrote mit Butter und Salz, 
die Vitaminsprudeltablette im Schwarztee und den Geruch von Menthol, 
der den ganzen Raum füllte, wenn er mich gesund pflegte.
 Ich trinke meinen "Papa-Tee" noch heute genau so, 
wenn ich erkältet bin. 
Die Zuneigung, die mein Vater mir Tag für Tag schenkte, 
die Aufmerksamkeit, wenn er sich zu mir auf die Bettkante setzte
 und mich sanft mit WICK VapoRub einrieb, 
habe ich bis heute nie vergessen. 
Der Geruch ist tief verwurzelt und wenn ich heute meine Kinder 
damit eincreme, kullert auch schon mal ein Tränchen. 
Diese Erinnerungen sind einfach wunderschön 
und haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin.




Das mein Vater und ich uns nicht mehr umarmen, 
hat andere Gründe. Zahlen. 
Aber ich würde ihm im Falle eines Falles
 niemals die Hand hinstrecken. 
Ich würde ihn drücken, riechen und fühlen wollen. 
So richtig. 
Können Männer das nicht? Gibt es da eine Hürde? Einen Knopf? 

Es tut so gut, umarmt zu werden. 

Auch bei meinem Mann und seinem Vater fiel mir auf,
 das es scheinbar schwierig ist, sich einfach mal zu drücken,
 zu umarmen und sich nah zu sein. 
In den letzten Jahren ist das überhaupt nicht mehr geschehen. 
Die Entfernung könnt man natürlich als Ausrede benutzen, 
ich bin allerdings kein Freund von solchen Ausreden. 
Wir haben als Familie keine Möglichkeit zu ihm zu reisen
 und er hat vielleicht keine Zeit, uns zu besuchen. 
Zahlen könnten der Grund sein. Menschen, 
die viel mit Zahlen arbeiten, vergessen darunter ihre Kinder. 
Wenn sie dann an ihre Kinder denken, sprechen sie in Zahlen
 oder darüber. Nur den Kopf kann man mit Zahlen füttern,
 das Herz braucht Wärme und immer 
wieder einen Anstoß, um zu funktionieren. 

Ihr wisst schon, wie ich das meine. 

Meine Schwiegermutter zum Beispiel kann wunderbar 
offene Beträge, die wir Kinder ihr schulden, 
in Geburtstagskarten an sechsjährige Enkelkinder malen. 

Dabei wünscht sie sich doch einfach bloß eine Umarmung! 


***

Scheinbar ist es schwer, etwas Liebevolles zu fordern, 
wenn man aus der Übung ist? Oder es selbst nicht erfuhr? 


Eine Umarmung zum Fest, wäre das nicht einfach wunderbar?

An Euch alle da draußen!

Ob zwischen Vater und Sohn oder Mutter und Tochter... 
Überrascht Eure Eltern oder Kinder mit Zuneigung, 
Aufmerksamkeit und schenkt Nähe, anstelle von Päckchen. 
Nehmt Euch Zeit, hört zu und feiert besinnliche Weihnachten. 
Streichelt Hände, spürt den Duft Eures Gegenübers und genießt ihn.
Umarmt Euch!

(Als meine Mutter damals starb, ließ man mir Zeit, Abschied von ihr zu nehmen. Sie lag nach der erfolglosen Reanimation auf dem Wohnzimmerfußboden und wartete auf den Abtransport der Pietät. Ich stand bereits unter Beruhigungsmitteln, die man mir intravenös verabreicht hatte, als es geschah. Meine Mutter starb aus heiterem Himmel, nachdem ich, damals 18 Jahre, eine Woche Urlaub am Ausbildungsplatz hatte und Zeit mit ihr verbrachte. Ich deckte sie mit der Decke zu, die ich bis heute noch um meine Füße schwinge und die mich wärmt, wenn ich friere. Ich tupfte Ihr sanft die Spuren des Luftröhrenschnitts weg, schloss ihre Augen mit meiner rechten Hand und strich ihr Haar zurecht. Ihr Geruch und das Gefühl ihrer zarten Haut ist bis heute unvergessen. Zeit ist so kostbar. Bitte nutzt Eure Chance!)


Danke an WICK, für dieses herzerwärmende Video. 





Dieser Artikel wurde gesponsert von WICK VapoRub.





Kommentare:

  1. Ein schöner Post, Wonnie.
    Gefüllt mit sehr viel Emotion.
    So wirklich weiss ich nicht, was ich dazu sagen soll.
    Mich erinnert WICK VapoRub an meine Oma und ihre überaus fürsorgliche Art.
    Deine Frage ist interessant, darüber habe ich mich jetzt noch nie Gedanken gemacht,
    auch wenn es mir auch schon aufgefallen ist. Auch mit den Müttern ist das manchmal so eine Sache...
    Danke für den Gedankenanstubser! :*

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    1. Hihi, jetzt fallen mir die Atemgold-Bonbons ein, die mein Opa immer dabei hatte. Manchmal, um den Kuemmerling zu überduften, manchmal, um mir einen abzugegben. <3

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  2. Danke Wonnie für diesen schönen Post :)
    Fühl dich aus der Ferne gedrückt,
    Gruß scrapkat

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  3. Du hast recht. Die Männer in meiner Familie umarmen sich auch nicht. Uns Mädels,ja. Aber sich gegenseitig nicht. Das letzte mal geschah das am Grab meiner Großmutter. Da haben sich mein Vater und Onkel umarmt.
    Ich glaube Männer bekommen irgendwann eingeblaeut Haltung zu bewahren und nähe gehört nicht dazu.
    Liebe Grüße von einer total vergrippten
    Sanni

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  4. Warum bekommen ich bei Deinen Beiträgen immer Gänsehaut oder liege schallend lachend am Boden?

    Du hast so recht und ein Kommentar braucht gar nicht mehr Worte.

    Grüssli Melli

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  5. Hallo Wonnie,
    Männer sind komisch.... mein Sohn umarmt mich noch immer obwohl er nun fast 19 ist, aber seinen Vater hat er sicherlich schon 2 Jahre nicht mehr umarmt. Wenn die sich berühren schießen die auseinander als hätte sie ein Schlag getroffen. Fürs männliche Geschlecht umarmen ist scheinbar das weibliche zuständig...
    Liebe Grüße
    Carola

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  6. Ein wunderbarer Post. Danke dafür.
    Ich kann zum Glück sagen, dass in unserer Familie jeder jeden umarmt , auch die Männer.
    Das gilt für meinen Vater, Schwiegervater, Bruder und Mann. Und ja, die umarmen sich auch gegenseitig. :) Ich finde das sehr schön.Anfang Dezember kam meine Schwägerin mit meinen beiden erwachsenen Neffen (25 und 19) und deren Freundinnen zu Besuch und auch diese beiden mittlerweile jungen Männer haben ganz selbstverständlich mich und auch meinen Mann umarmt. Ich finde es daher auch eher befremdlich, wenn sich Verwandte nur die Hand geben. (Wie du sagest, das hat was Geschaftsmäßiges). Ich weiß aber auch, dass das eher die Ausnahme ist und bin umso mehr froh darüber.
    Dabei ist es etwas Schönes umd tut auch nicht weh.:)
    Liebe Grüß
    Anke

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