Samstag, 9. Januar 2016

Wie wäre es mal mit DENKEN


Manchmal glaube ich, 
daß das für manche Leute eine völlig neue Erfahrung wäre...

Moin von hier,
es ist Mamstag,
heißt Mel ist am Start.
Und ich bin genervt.
 Von Menschen, die mir meine wertvolle Zeit stehlen
einzig aus dem einfachen Grund,
daß sie sich weigern mal ihren Denkapparat einzuschalten!

Also nicht, daß ich nicht selber auch Dämliches zu veranstalten wüßte.
Jeder hat mal solche Momente,
nach denen er sich mit Schmackes an die Stirn klatscht.
Mit passiert sowas gerne, 
wenn ich mal wieder auf den Mythos Multitasking reingefallen bin.
Die Überlastung meiner Synapsen führt unweigerlich dazu,
daß ich irgendwann anfange Dinge automatisch zu tun,
was dann Fehler ungemein begünstigt.

Komischerweise treffen die Ausfälle dann aber nur mich.
Wenn ich Anderen etwas zusage,
dann halte ich das auch,
komme was wolle.
Ok, wenn das Kind intensiv gebettet liegt,
mache sogar ich Ausnahmen,
aber das ist dann auch irgendwie was Anderes.

*

Der Gebrauch des Gehirns impliziert für mich ein gewisses Maß an Weitsicht.
Wenn ich beispielsweise einen Job annehme,
dann tue ich das, weil ich glaube es schaffen zu können.
In dem Wissen, daß es mich Zeit kosten wird
und daß andere Menschen sich darauf verlassen.
Da mich das Leben bereits gelehrt hat,
daß zusätzliche Aufgaben besonders gerne dann auf einen zukommen
wenn man es am wenigsten gebrauchen kann,
rechne ich auch immer einen zeitlichen Puffer mit ein.
Wenn ich aber irgendwann trotz aller Vorkehrungen merke,
daß diese Rechnung einfach nicht aufgehen mag,
was ja doch aus verschiedenen Gründen angehen mag,
muß ich auch wenn´s unangenehm ist das Maul aufmachen,
damit sich dann vielleicht jemand anderes drum kümmern kann? 

*

Ich glaube auch, daß die Fähigkeit differenziert zu denken
durchaus mehr Menschen gegeben ist als sie nutzen...
Wenn mich beispielsweise die aufgeregte Mutti aus der Sternensinger-orga-truppe
am Freitag Vormittag anruft, weil sie dringend was mit meinem Mann klären muß,
der um diese Zeit gerne arbeitet damit ich mich amüsieren kann,
verfalle ich nicht in den panischen Gallopp,
damit ich die Sache für ihn kläre -
was in diesem Fall zu Unverständnis am anderen Ende der Leitung führt.
Mal ehrlich: manche Dinge sind gar nicht so wichtig,
daß sie nicht noch eine oder zwei Stunden warten könnten.
Und manchmal habe ich tatsächlich auch etwas Anderes zu tun.
Arbeiten beispielsweise.
Wenn man das von Zuhause aus tut ist es trotzdem Arbeit. 
In Echt!

*

Was uns Menschen ja angeblich vom Säugetier im Allgemeinen unterscheiden soll
ist ja diese vielbesungene Möglichkeit zur Selbstreflexion.
Eigenverantwortlichkeit scheint ja nochmal ein Level höher zu sein
als die Pflicht dem Mitmenschen gegenüber.
Anstatt sich einfach mal an die eigene Nase zu packen
und zuzugeben, daß man es einfach verkackt hat
investieren manche Menschen so unglaublich viel Zeit und Energie
in das Suchen von absurdesten Gründen für die eigene Unzulänglichkeit. 
Hey, ich bin zwar ein Klugscheißer
aber durchaus auch zur menschlichen Spezies gehörend.
Ich erkenne wenn sich jemand selbst und damit mich behumpst
und ich habe für so einen Quatsch leider keine Zeit.

*

Das menschliche Miteinander ist unglaublich komplex -
hier soll man, da darf man nicht
und dazu dieses leidige Bedürfnis zu gefallen...
Ich erwarte nicht, daß wir alle kleine Freuds sind
aber gelegentlich mal darüber zu sinnieren,
wie sich denn mein Handeln so auf die Gefühle Anderer auswirkt
hat auch durchaus was mit der Benutzung seines Gehirns zu tun.
Kann man den EQ nicht mittlerweile auch ertesten?
Ich verbiege mich nicht für Andere und ich erwarte das im Gegenzug auch nicht
aber manchmal reicht eine kleine Geste, ein Wort, das weder Zeit noch Geld kostet.
Letztes Wochenende erklärte ich meinem großen Sohn,
daß man sich doch kein Bein ausreißt, 
wenn man zur Einladung vielleicht ein gebügeltes Hemd anzieht,
weil die Oma sich dann freut und wertgeschätzt fühlt.
Hat er verstanden - und er ist noch ein Kind!
Kann man das dann nicht von Erwachsenen Menschen auch erwarten?

*

Und dann kommt irgendwann der Punkt, das ist man´s einfach leid.
Ich habe keine Lust mehr, längst volljährigen Menschen zu erklären
wo deren Tanzbereich endet weil meiner anfängt.
Diskussionen enthalten vermutlich viel zu viele Vokabeln,
deshalb habe ich Ganze einfach mal graphisch umgesetzt,
ganz schlicht und leicht verständlich:



In case of need einfach ausdrucken
und dem Betreffenden in die Hand drücken.
Da hat man dann wenigstens Zeit und Nerven gespart...

;-)

Laßt Euch nicht ärgern!



Kommentare:

  1. *gröhl* den Zettel druck ich mir glatt aus und verteile ihn auf der Arbeit :D also ab September dann

    GLG

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    1. Bis dahin schaffst aber einen ganz schönen Vorrat!! *schlapplach*
      Wäre bestimmt auch brauchbar als Abreißblock im Straßenverkehr? Vielleicht in Kombi mit dem DIY Plüsch-Hirn vom Sommer? :-)))
      GLG!!

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    2. Bist Du sicher, das Lesen können im Straßenverkehr Voraussetzung ist? :D Aber ich brauch die Zettel echt in der Handtasche... Post its. VIELE!

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